
Dieser Workshop vermittelt Einsatzkräften praxisnahe Fähigkeiten, um in schwierigen und unübersichtlichen Situationen sicherer aufzutreten, Gefahren frühzeitig zu erkennen und die eigene Handlungsfähigkeit zu erhalten.
Die Teilnehmenden lernen, wie wichtig Wahrnehmung, Körpersprache und Kommunikation bereits vor einer möglichen Eskalation sind. Sie entwickeln ein besseres Verständnis für kritische Situationen und lernen Möglichkeiten kennen, um Konflikte frühzeitig zu erkennen, Grenzen klar zu kommunizieren und professionell zu handeln.
Durch realitätsnahe Übungen werden verschiedene Situationen betrachtet, die Einsatzkräfte im Alltag erleben können. Dazu gehören der Umgang mit aggressivem Verhalten, das Schaffen von Abstand, das sichere Verhalten bei körperlichen Bedrohungen sowie einfache und effektive Möglichkeiten der Selbstverteidigung.
Im Mittelpunkt steht nicht die körperliche Auseinandersetzung, sondern der Eigenschutz. Ziel ist es, auch unter Stress ruhig zu bleiben, angemessen zu reagieren und die eigenen Möglichkeiten sinnvoll einzusetzen.
Nach dem Workshop verfügen die Teilnehmenden über ein erweitertes Bewusstsein für Gefahrensituationen und konkrete Handlungsmöglichkeiten, die sie in ihrem Einsatzalltag unterstützen können.
Der Workshop richtet sich an Einsatzkräfte und Personen, die regelmäßig mit Menschen in schwierigen, unübersichtlichen oder konfliktbelasteten Situationen arbeiten.
Geeignet ist der Workshop unter anderem für:
Der Workshop eignet sich sowohl für hauptamtliche als auch ehrenamtliche Kräfte. Besondere sportliche Voraussetzungen sind nicht erforderlich. Entscheidend ist die Bereitschaft, sich mit dem Thema Eigenschutz auseinanderzusetzen und praktische Handlungsmöglichkeiten kennenzulernen.
Die Inhalte werden an die jeweilige Zielgruppe angepasst. Dabei stehen nicht Kraft oder körperliche Überlegenheit im Mittelpunkt, sondern Wahrnehmung, Kommunikation, Deeskalation und realistische Möglichkeiten, um in kritischen Situationen sicherer zu handeln.
Der Workshop findet als geschlossene Veranstaltung für Einsatzorganisationen, Gruppen und Einrichtungen statt. Sie organisieren die Teilnehmenden und stellen eine geeignete Umgebung zur Verfügung, in der wir gemeinsam arbeiten können.
Optimal ist die Durchführung direkt an der eigenen Dienststelle, beispielsweise in Feuerwehrgerätehäusern, Wachen oder vergleichbaren Einrichtungen. Dadurch entsteht eine realitätsnahe Trainingssituation, die den Bezug zum tatsächlichen Einsatzalltag herstellt.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf praxisnahen Übungen unter möglichst realistischen Bedingungen. Gerade für Feuerwehr, THW und andere Einsatzkräfte kann das Training in Dienstkleidung sinnvoll sein, da Beweglichkeit, Schutzkleidung und Ausrüstung im Ernstfall ebenfalls eine Rolle spielen. Ziel ist es, Handlungsmöglichkeiten nicht nur unter idealen Bedingungen, sondern möglichst einsatznah kennenzulernen.
Benötigt wird ausreichend Platz für Bewegung und praktische Übungen. Der Bereich sollte frei von unnötigen Hindernissen sein, an denen sich Teilnehmende verletzen könnten. Eine Sporthalle oder ein Raum mit Mattenboden bietet gute Möglichkeiten, ist aber nicht zwingend erforderlich. Auch vorhandene Räumlichkeiten der Einsatzorganisation können geeignet sein, wenn sie ein sicheres Arbeiten ermöglichen.
Da der Workshop mehrere Stunden umfasst, sollten geeignete sanitäre Einrichtungen vorhanden sein.
Die Inhalte werden an die jeweilige Organisation und deren typische Einsatzsituationen angepasst. Ziel ist nicht ein perfekter Ablauf unter Trainingsbedingungen, sondern die Fähigkeit, auch unter realistischen Bedingungen ruhig, sicher und handlungsfähig zu bleiben.
"Eigenschutz ist kein Gegensatz zu Helfen, sondern eine Voraussetzung dafür."
Dauer: 4 Stunden
Anzahl Teilnehmende: 6 - 12
"Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet."
Manchmal findet dieser Workshop auch in Kooperation mit anderen Institutionen und Veranstaltern statt. So entstehen zusätzliche Möglichkeiten, an dem Workshop teilzunehmen.
Eine Übersicht der aktuellen Termine und Anmeldemöglichkeiten finden Sie hier:
VHS GV | nur Frauen | ab 02 / 2027 | 10 Einheiten | Do. 18.00 Uhr - 19.30 Uhr | noch nicht buchbar
Familienforum Edith Stein Neuss | nur Frauen | 30.01.2027 | 10.00 Uhr - 14.00 Uhr | noch nicht buchbar
Familienforum Edith Stein Neuss | nur Frauen | 24.04.2027 | 10.00 Uhr - 14.00 Uhr | noch nicht buchbar
VHS Neus | SV für Frauen und Männer | 12.06.2027 | 10.00 Uhr - 14.00 Uhr | noch nicht buchbar
Als Angehöriger der Freiwilligen Feuerwehr weiß ich, wie wichtig der Fokus im Einsatz ist. Die eigene Aufgabe, die Kameradinnen und Kameraden sowie die Hilfe für Menschen in Not stehen immer im Mittelpunkt. Persönlich habe ich glücklicherweise noch keine kritische Situation dieser Art erleben müssen.
Durch Gespräche mit meinen Kameradinnen und Kameraden sowie durch meine Trainings erfahre ich jedoch immer wieder von Situationen, in denen Einsatzkräfte mit aggressivem Verhalten, Bedrohungen oder schwierigen Menschen konfrontiert wurden. Gerade deshalb gilt auch hier: Safety first. Eigenschutz ist keine Nebensache, sondern eine wichtige Voraussetzung dafür, anderen helfen zu können.
Im Einsatz sind viele Kräfte hoch konzentriert und erfüllen ihre Aufgaben. Dabei kann es passieren, dass nicht alle gleichzeitig den Blick für das Umfeld haben. Besonders Einsatzkräfte, die nicht unmittelbar in der ersten Reihe arbeiten, können hier eine wichtige Rolle übernehmen. Ein wachsamer Blick für die Umgebung, mögliche Spannungen und Veränderungen in der Situation kann helfen, Gefahren frühzeitig zu erkennen und präventiv zu handeln.
Nicht jede kritische Situation muss eskalieren. Oft beginnt Sicherheit damit, aufmerksam zu sein, Veränderungen wahrzunehmen und rechtzeitig zu reagieren.